Farbtonabweichung bei Leder: Warum Reparaturfarbe anders wirkt | Lederlexikon
Eine Farbtonabweichung ist ein sichtbarer Unterschied zwischen zwei Farbflächen, etwa zwischen frischer Reparaturfarbe und gealtertem Autositzleder. Selbst wenn ein Farbname oder Code stimmt, kann die reparierte Stelle auffallen. Die Ursache liegt häufig nicht bei einem einzigen Faktor.
Welche Einflüsse verändern die Farbwahrnehmung?
- Alterung: Sonnenlicht und Nutzung können den Originalfarbton verändern.
- Glanzgrad: matt und glänzend reflektieren Licht unterschiedlich.
- Untergrund: dunklere Stellen und unterschiedliche Schichtdicken beeinflussen das Ergebnis.
- Lichtquelle: zwei Farben können im Tageslicht ähnlich und unter Kunstlicht verschieden wirken.
Farbtonabweichung und Metamerie
Metamerie bezeichnet speziell den Fall, dass zwei Farbproben unter einer Beleuchtung übereinstimmen, unter einer anderen aber deutlich abweichen. Nicht jede Farbtondifferenz ist Metamerie. Auch eine unterschiedliche Oberflächenstruktur oder ein abweichender Glanz kann den Eindruck verursachen.
Praxis: So vergleichen Sie sinnvoll
Eine kleine Probefläche am geeigneten Material anlegen und vollständig nach Systemvorgabe trocknen lassen. Danach unter diffusem Tageslicht und einer weiteren Beleuchtung betrachten. Nicht allein den nassen Farbton aus der Flasche oder eine Bildschirmdarstellung beurteilen. Bei gealterten oder seltenen Lederfarben kann eine individuelle Mischung nach geeignetem Muster helfen.
Häufige Frage: Reicht der OEM-Farbcode?
Er ist ein wertvoller Ausgangspunkt für den ursprünglichen Farbton. Er garantiert jedoch keinen unsichtbaren Übergang zu bereits gealtertem Leder.