Reinigen und pflegen
Für verschmutztes, aber unbeschädigtes Leder ohne Farbabrieb, Riss oder Vertiefung.
Ablauf: Reiniger → bedarfsgerechter Schutz beziehungsweise Protector.
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Reiniger, Entfetter, Flüssigleder, Lederfarbe, Versiegelung und Protector erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Diese Übersicht zeigt die richtige Reihenfolge – und welche Schritte bei Ihrem Leder tatsächlich notwendig sind.
Nicht jede Anwendung benötigt automatisch alle sechs Produkte. Wählen Sie nach Lederart, Zustand und Schadensbild. So vermeiden Sie unnötige Arbeitsschritte und erhalten dennoch alle Produkte, die für ein haltbares Ergebnis wichtig sind.
Für verschmutztes, aber unbeschädigtes Leder ohne Farbabrieb, Riss oder Vertiefung.
Ablauf: Reiniger → bedarfsgerechter Schutz beziehungsweise Protector.
Pflegeablauf ansehen →Für stabile Oberflächen mit Ausbleichung, Abschürfung oder oberflächlichem Farbverlust.
Ablauf: Reiniger → bei Bedarf Entfetter → Lederfarbe → Versiegelung → Protector.
Passende Lederfarbe finden →Für geeignete kleine Risse, Schnitte oder fühlbare Vertiefungen in stabilem Material.
Ablauf: Reinigen → Entfetten → Flüssigleder → Farbe → Versiegelung → Protector.
Schaden richtig einordnen →Entfernt typische Oberflächenverschmutzungen von geeignetem pigmentiertem Glatt- und vielen Kunstledern. Erst nach vollständiger Trocknung lässt sich beurteilen, ob zusätzlich Farbabrieb, Fettbelastung oder ein struktureller Schaden vorliegt.
Wichtig: Reinigen und Entfetten sind nicht dasselbe.
Entfernt Fett-, Silikon-, Wachs- und Pflegerückstände, die eine Reparatur oder Farbauffrischung beeinträchtigen können. Er wird nach der normalen Reinigung gezielt eingesetzt – nicht routinemäßig bei jeder Lederpflege.
Typisch notwendig: vor Farbe oder Flüssigleder sowie bei speckigen Lenkrädern, Sitzwangen, Kopf- und Armlehnen.
Füllt geeignete kleine Vertiefungen, Risse und Schnitte in stabilem pigmentiertem Glatt- oder Kunstleder. Oberflächlicher Farbabrieb ohne fühlbare Vertiefung benötigt normalerweise kein Flüssigleder.
Grenze: Große Risse, Nahtschäden, mürbes Leder oder beschädigte Polster gehören in einen Fachbetrieb.
Gleicht Farbabrieb, Abschürfungen und Reparaturstellen an. Zuerst vorhandene Auto- oder Möbelfarben prüfen und direkt bestellen. Nur wenn der Farbton nicht vorhanden oder nicht eindeutig ist, wird eine Musterfarbe angefragt.
Auftrag: mehrere dünne Schichten mit Schwamm oder Airbrush; vollständig trocknen lassen.
Schützt geeignete Glatt- und Kunstlederoberflächen zusätzlich gegen alltägliche Reibung, Abrieb und Kleidungsabfärbungen. Besonders sinnvoll nach einer Farbauffrischung und auf stark beanspruchten Bereichen.
Anwendung: erst auf vollständig trockener Farbe dünn auftragen, trocknen lassen und nicht nachpolieren.
Unterstützt die Geschmeidigkeit, Farbbrillanz und den Schutz vor UV-bedingter Alterung. Antioxidantien verlangsamen den natürlichen Alterungsprozess geeigneter Lederoberflächen.
Nicht verwechseln: Protector pflegt; die Versiegelung konzentriert sich auf den Oberflächenschutz gegen Abrieb und Abfärbungen.
| Systemschritt | Nur reinigen & pflegen | Farbabrieb auffrischen | Riss/Vertiefung reparieren |
|---|---|---|---|
| 1. Leder Reiniger | ✓ erforderlich | ✓ erforderlich | ✓ erforderlich |
| 2. Leder Entfetter | – normalerweise nicht | bei Fett-/Pflegerückständen | ✓ meist erforderlich |
| 3. Flüssigleder | – nicht erforderlich | – ohne Vertiefung nicht | ✓ bei geeignetem Schaden |
| 4. Lederfarbe | – nicht erforderlich | ✓ erforderlich | ✓ zur Farbangleichung |
| 5. Versiegelung | bei stark belasteter Oberfläche | ✓ zusätzlicher Schutz | ✓ zusätzlicher Schutz |
| 6. Protector | ✓ bedarfsgerechte Pflege | ✓ nach Systemanleitung | ✓ nach Systemanleitung |
Für Reinigung, Schutz und Pflege intakter Lederoberflächen. Die passende Größe richtet sich nach Fläche, Häufigkeit und gewünschtem Systemumfang.
Pflege-Sets ansehenFür Farbabrieb, geeignete Kratzer, Vertiefungen oder Risse. Ein Set verhindert, dass ein notwendiger Arbeitsschritt oder ein Zubehörteil fehlt.
Reparatur-Sets ansehenWählen Sie Auto, Möbel, Boot oder Professional und grenzen Sie anschließend Material und Schadensbild ein.
Assistent startenTypische Bereiche sind Fahrersitz, Sitzwange, Lenkrad, Armlehne und Türverkleidung. Bei Lederfarbe zuerst Fahrzeughersteller und Originalfarbton prüfen.
Autoleder-Schaden einordnen →Für geeignete pigmentierte Sofas, Sessel und Stühle. Vor der Behandlung prüfen, ob die Oberfläche tragfähig und geschlossen ist.
Möbelprodukte auswählen →Die hier beschriebenen Standardschritte gelten nicht pauschal für Alcantara, Rauleder, Wildleder, Nubuk oder offenporiges Anilinleder. Immer verdeckt testen.
VILOU-Empfehlung: Bei einer vollständigen Lederreparatur alle erforderlichen Schritte und Produkte vor Arbeitsbeginn bereitlegen. So muss die Arbeit nicht wegen eines fehlenden Reinigungs-, Farb- oder Schutzprodukts unterbrochen werden.
Keine pauschale „Für alle Lederarten“-Aussage: Lederarten unterscheiden sich erheblich. Bei unbekanntem Material zuerst den Assistenten oder eine fachliche Beratung nutzen.
Nein. Die sechs Produkte bilden das vollständige System. Welche Schritte erforderlich sind, hängt von Lederart, Zustand und Schaden ab. Für eine normale Reinigung sind Entfetter, Flüssigleder und Lederfarbe meist nicht notwendig.
Schmutz verdeckt den tatsächlichen Zustand und kann nachfolgende Produkte beeinträchtigen. Erst auf der sauberen und trockenen Oberfläche lässt sich entscheiden, ob weitere Schritte notwendig sind.
Nicht pauschal, aber Fett-, Wachs-, Silikon- oder Pflegerückstände müssen vor dem Farbauftrag entfernt werden. Nach der Reinigung wird deshalb geprüft, ob eine gezielte Entfettung erforderlich ist.
Bei einer geeigneten fühlbaren Vertiefung, einem kleinen Riss oder Schnitt. Reiner Farbabrieb ohne Vertiefung benötigt normalerweise nur Vorbereitung, Lederfarbe und Schutz.
Die Versiegelung schützt die Oberfläche vor Abrieb und Kleidungsabfärbungen. Der Protector dient der Pflege und unterstützt UV- sowie Alterungsschutz. Beide Produkte haben unterschiedliche Aufgaben.
Ein Set ist sinnvoll, wenn mehrere aufeinanderfolgende Schritte benötigt werden. Es reduziert das Risiko, dass ein notwendiges Produkt oder Zubehör fehlt. Bei einer einzelnen Pflegemaßnahme kann dagegen ein Einzelprodukt genügen.
Schaden bestimmen, notwendige Schritte auswählen und alle erforderlichen Produkte vor Arbeitsbeginn zusammenstellen.