Welche Lederart habe ich?
Glattleder, Anilinleder, Nubuk, Kunstleder oder Alcantara unterscheiden sich grundlegend bei Reinigung, Pflege und Reparatur.
Lederarten unterscheiden →🏖️ Betriebsferien vom 08.07. bis 27.07.2026. Unser Onlineshop bleibt geöffnet und Sie können jederzeit bestellen. 📦 Ab dem 28.07.2026 versenden wir alle eingegangenen Bestellungen der Reihe nach. Vielen Dank für Ihr Vertrauen! – Ihr Ledertechnik | VILOU Team 10 % für Erstkunden mit NEU10 Versandkostenfrei ab 59€
Lederarten erkennen, Schäden richtig beurteilen und das passende Produkt auswählen: Dieses Nachschlagewerk verbindet verständliche Lederkunde mit konkretem Pflege-, Reparatur- und Farbwissen für Auto, Lenkrad, Möbel und Boot.
Wichtig: Nicht jedes Leder und nicht jeder Schaden wird gleich behandelt. Beginnen Sie deshalb immer mit Material und Schadensbild – erst danach folgt die Produktauswahl.
Glattleder, Anilinleder, Nubuk, Kunstleder oder Alcantara unterscheiden sich grundlegend bei Reinigung, Pflege und Reparatur.
Lederarten unterscheiden →Verschmutzung, Fett, Farbabrieb, Kratzer, Riss und Loch benötigen unterschiedliche Arbeitsschritte.
Schaden bestimmen →Reiniger, Entfetter, Flüssigleder, Lederfarbe, Versiegelung und Protector haben klar getrennte Aufgaben.
Produkte vergleichen →Ist die Oberfläche geschlossen, offenporig, samtig oder ein textiles beziehungsweise synthetisches Material?
Liegt Schmutz auf der Oberfläche oder fehlen bereits Farbe, Beschichtung oder Material?
Nur Produkte verwenden, die zur Lederart, zum Schaden und zum gewünschten Ergebnis passen.
| Material | Typische Merkmale | Was ist zu beachten? |
|---|---|---|
| Pigmentiertes Glattleder | Gleichmäßige, geschützte Oberfläche; Flüssigkeit zieht nicht sofort ein. | Hauptanwendungsbereich vieler VILOU Reinigungs-, Reparatur- und Farbprodukte. |
| Semianilinleder | Leicht geschützt, natürlicher als stark pigmentiertes Leder. | Nur nach sorgfältiger Materialprüfung behandeln. |
| Anilinleder | Offenporig, natürliche Merkmale sichtbar, Flüssigkeit zieht schnell ein. | Nicht pauschal für die beschriebenen Standard-Farb- und Versiegelungssysteme geeignet. |
| Nubuk- und Rauleder | Samtige, angeschliffene Oberfläche mit sichtbarem Strich. | Keine Glattlederfarbe, kein Flüssigleder und keine Glattleder-Versiegelung verwenden. |
| Kunstleder / Vinyl | Kunststoffbeschichtetes Trägermaterial ohne natürliche Lederfaser. | Nur ausdrücklich geeignete Produkte verwenden; Alterung und Weichmacherverlust beachten. |
| Alcantara / Mikrofaser | Textile Mikrofaser, häufig mit samtiger Oberfläche. | Kein Leder. Nicht mit den hier beschriebenen Lederfarb- und Füllprodukten behandeln. |
| Perforiertes Leder | Zahlreiche kleine Belüftungsöffnungen. | Sehr dünn arbeiten und Öffnungen nicht mit Farbe oder Füllmaterial verschließen. |
Ein Belag liegt auf einer ansonsten intakten Oberfläche. Zuerst reinigen, vollständig trocknen lassen und erneut beurteilen.
Dunkle oder speckige Bereiche entstehen häufig an Lenkrädern, Kopfstützen und Armauflagen. Vor Reparatur oder Farbe gründlich entfetten.
Die Oberfläche ist strukturell intakt, aber Pigmentschicht und Farbton sind abgenutzt. Vorbereiten, dünn färben und anschließend schützen.
Oberflächliche Linien können nach Reinigung geglättet und farblich angeglichen werden. Tiefe Kratzer benötigen eventuell Füllmaterial.
Geöffnete oder bewegliche Kanten müssen zuerst stabilisiert werden. Farbe allein schließt keinen Riss.
Fehlendes Material und beschädigte Nähte benötigen eine fachgerechte Hinterlegung oder handwerkliche Instandsetzung.

Entfernt geeignete wasser- und schmutzbasierte Oberflächenverschmutzungen. Er ist der erste Schritt vor Pflege und vielen Reparaturen.

Reduziert Fett-, Öl-, Silikon- und Pflegerückstände, die die Haftung von Reparaturmaterial oder Lederfarbe beeinträchtigen können.

Füllt kleine Vertiefungen, oberflächliche Risse und Fehlstellen. Es wird in mehreren dünnen Schichten aufgebaut und nach dem Trocknen geglättet.

Frischt geeignete pigmentierte Glatt- und Kunstleder farblich auf. Wählen Sie zunächst Auto- oder Möbellederfarben; fehlt der Farbton, ist eine Musteranfrage möglich.

Schützt geeignete Oberflächen gegen nutzungsbedingten Abrieb und Verfärbungen durch Kleidung. Sie ist keine klassische Lederpflege.

Unterstützt Geschmeidigkeit und Farbbrillanz, schützt vor Austrocknung und bietet UV- und Alterungsschutz. Er ersetzt nicht die Versiegelung.
Wenn mehrere Arbeitsschritte erforderlich sind, bündeln die Sets die passenden Komponenten. Prüfen Sie vor dem Kauf Material, Schadensbild und Farbton.

Abgestimmtes System zur Aufbereitung geeigneter Lederlenkräder mit Farbabrieb und typischen Gebrauchsspuren.

Für die abgestimmte Reinigung, Pflege und den Schutz geeigneter Lederoberflächen in Auto und Möbelbereich.

Für geeignete schwarze Glattlederoberflächen mit Farbabrieb und kleineren reparierbaren Schadstellen.
Die Produkte ergänzen sich: Die Versiegelung schützt vor allem die Oberfläche gegen Abrieb und Verfärbungen; der Protector dient der anschließenden Pflege und dem Schutz vor licht- und alterungsbedingten Belastungen.
Öffnen Sie den gesuchten Begriff. Die Erklärungen konzentrieren sich auf das, was für Erkennung, Pflege, Reparatur und Produktauswahl praktisch wichtig ist.
Mechanischer Verschleiß durch Reibung, beispielsweise an Sitzwangen, Lenkrädern oder stark genutzten Möbelbereichen. Bei intaktem Untergrund kann die Oberfläche vorbereitet, farblich aufgefrischt und anschließend geschützt werden.
Eine textile Mikrofaser und kein Leder. Alcantara darf nicht mit Flüssigleder, Glattlederfarbe oder Leder Versiegelung behandelt werden.
Offenporiges, transparent gefärbtes Leder ohne deckende Pigmentschicht. Natürliche Merkmale bleiben sichtbar. Es ist saugfähig und fleckenempfindlich; die beschriebenen Standard-Reparatur- und Farbsysteme sind nicht pauschal geeignet.
Feines Spritzgerät für kontrollierte, dünne Farbschichten. Die gebrauchsfertige VILOU Lederfarbe kann je nach Anwendung mit Schwamm oder Airbrush aufgetragen werden. Das Professional-System ist ausschließlich für Spritzauftrag vorgesehen.
Oberflächenaufbau, der Optik und Gebrauchseigenschaften beeinflusst. Er kann unter anderem Grundierung, Pigmentfarbe, Effektschichten und Schlusslack umfassen.
Kräftiges, meist pflanzlich gegerbtes Leder, das häufig für Gürtel, Sattlerwaren und formstabile Lederartikel eingesetzt wird. Es benötigt eine zum konkreten Finish passende Pflege.
Fähigkeit einer Farbe, den Untergrund optisch abzudecken. Gute Ergebnisse entstehen durch mehrere dünne Schichten, nicht durch einen einzigen dicken Auftrag.
Farbgebung durch den Lederquerschnitt. Ein durchgefärbtes Leder kann trotzdem zusätzlich eine pigmentierte Oberflächenbeschichtung besitzen.
Reduzieren geeigneter Fett-, Öl-, Silikon- und Pflegerückstände vor Reparatur oder Farbauftrag. Der Vorgang ist besonders bei Körperkontaktflächen wichtig.
Der Begriff bestätigt grundsätzlich tierischen Ursprung, sagt allein aber wenig über Lederart, Qualität, Oberfläche oder geeignete Pflege aus.
Abnutzung der pigmentierten Oberflächenschicht. Erkennbar an helleren oder andersfarbigen Bereichen, während das Grundmaterial noch stabil sein kann.
Farbe einschließlich Helligkeit, Sättigung und Nuance. Farbtöne sollten als vollständig getrocknete Probe und unter geeignetem Licht beurteilt werden.
Füllmaterial für kleine Vertiefungen und oberflächliche Risse. Es ersetzt keine Hinterlegung, keine Nahtreparatur und keine Stabilisierung eines tiefen Strukturschadens.
Prozess, durch den Tierhaut dauerhaft haltbar und zu Leder wird. Für die spätere Pflege ist neben der Gerbung besonders die sichtbare Oberflächenbehandlung entscheidend.
Optischer Oberflächeneindruck von matt über seidenmatt bis glänzend. Farbton und Glanzgrad müssen gemeinsam beurteilt werden.
Leder mit nach außen verarbeiteter Narbenseite. Glattleder kann offenporig, leicht geschützt oder stark pigmentiert sein – der Begriff allein ist daher noch keine Produktfreigabe.
Vorbereitender Systemschritt, der den Untergrund für den folgenden Farbauftrag konditioniert. Beim geplanten VILOU Professional-System ist die Grundierung Bestandteil des Spritzaufbaus.
Kunststoffbeschichtetes Trägermaterial. Es besitzt keine natürliche Lederfaser und kann durch Alterung, Wärme oder Weichmacherverlust andere Schäden zeigen als Echtleder.
Farbprodukt zum Auffrischen geeigneter Leder- und Kunstlederoberflächen. Farbe repariert keine instabile Struktur und ersetzt kein Füllmaterial.
Material aus zerkleinerten Lederfasern und Bindemitteln. Es ist nicht mit einem gewachsenen Lederquerschnitt gleichzusetzen.
Sammelbezeichnung für besonders weiches Glattleder. Der Begriff sagt nicht eindeutig aus, ob die Oberfläche offenporig, semianilin oder pigmentiert ist.
Sichtbare Oberflächenstruktur. Sie kann natürlich, korrigiert oder künstlich geprägt sein. Eine gleichmäßige Prägung beweist nicht automatisch Kunstleder.
Auf der Narbenseite angeschliffenes Rauleder mit samtiger Oberfläche. Es benötigt spezielle Raulederprodukte und darf nicht wie pigmentiertes Glattleder behandelt werden.
Leder mit kleinen Belüftungsöffnungen. Flüssigleder und zu viel Farbe können die Öffnungen verschließen; daher besonders dünn arbeiten.
Leder mit farbgebender und schützender Oberflächenbeschichtung. Es ist der wichtigste Anwendungsbereich vieler VILOU Pflege-, Reparatur- und Farbprodukte.
Pflegeprodukt für Geschmeidigkeit, Farbbrillanz sowie UV- und Alterungsschutz. Der Protector ersetzt nicht die Leder Versiegelung gegen Abrieb.
Mit Ölen oder Wachsen ausgerüstetes Leder, das bei Dehnung oder Knickung heller wird. Dieser gewünschte Effekt darf nicht unüberlegt mit Pigmentfarbe überdeckt werden.
Sammelbegriff für Leder mit angeschliffener, samtiger Oberfläche, beispielsweise Nubuk oder Velours. Nicht mit Glattlederprodukten behandeln.
Dokumentierte Zusammensetzung beziehungsweise Farbmischung. Eine gespeicherte Farbrezeptur ermöglicht reproduzierbare Nachbestellungen.
Leicht pigmentiertes Leder, dessen natürliche Merkmale stärker sichtbar bleiben als bei vollständig pigmentiertem Leder. Vor jeder Behandlung sorgfältig prüfen.
Aus einer unteren Hautschicht gewonnener Spalt. Er kann als Velours verwendet oder mit Folie beziehungsweise Beschichtung zugerichtet werden.
Schlusslack eines professionellen Beschichtungssystems. Er stellt im abgestimmten Aufbau Schutz, Abriebfestigkeit und vorgesehenen Glanzgrad ein.
Auf der Fleischseite geschliffenes Rauleder mit samtiger Oberfläche. Es wird anders gepflegt als pigmentiertes Glattleder.
Systemzusatz, der nur nach konkreter Produktvorgabe dosiert und eingesetzt wird. Nicht jedes Farb- oder Top-Coat-System benötigt einen Vernetzer.
Schutzschicht gegen geeignete Abrieb- und Verfärbungsbelastungen. Die VILOU Leder Versiegelung wird dünn aufgetragen und nicht nachpoliert.
Kunststoffmaterial, das häufig für Fahrzeug-, Möbel- und Bootsbezüge eingesetzt wird. Vor Behandlung muss die Produkteignung für den konkreten Kunststoff geprüft werden.
Leder mit erhaltener, nicht korrigierend abgeschliffener Narbenseite. Vollnarbig bedeutet nicht automatisch offenporig oder pflegefrei.
Oberflächenbehandlung aus Grundierung, Farb-, Effekt- und Schutzschichten. Die Zurichtung prägt Farbe, Glanz, Griff, Widerstandsfähigkeit und Pflegebedarf.
22 Seiten zum Nachschlagen und Ausdrucken: Lederarten, Materialbestimmung, Schäden, Produktauswahl, Farbsysteme, Anwendungen, Mengen, Fehlervermeidung, Pflegeplan, Checklisten und Lederlexikon.
PDF-Handbuch kostenlos öffnenAusgabe 2026 · Maßgeblich bleiben die aktuelle Produktkennzeichnung, Gebrauchsanleitung und das Sicherheitsdatenblatt.
Der Leder-Reparatur-Assistent führt Sie von Auto, Möbel oder Boot über das Schadensbild zu den passenden Anleitungen und Produkten.