Lederfarbe testen: Farbtonprobe bei Tageslicht beurteilen

Eine trockene Farbtonprobe hilft bei der Auswahl von Lederfarbe. So vergleichen Sie Unterton, Glanz und Struktur an Auto- und Möbelleder.

Der Farbname ist erst der Anfang

Schwarz, Beige oder Cognac bezeichnen keine für jedes Leder identische Farbe. Alterung, frühere Reparaturen und unterschiedliche Ausstattungsvarianten können den Eindruck verändern. Herstellerangaben helfen bei der Vorauswahl; für die sichtbare Reparatur zählt der Vergleich mit dem vorhandenen Leder. Ein Handyfoto allein bildet diesen Vergleich nicht zuverlässig ab.

Eine vergleichbare Probe herstellen

Die gewählte Farbe nach Anleitung aufmischen und an einer unauffälligen, entsprechend vorbereiteten Stelle testen. Prüfen Sie vorher die Produkteignung für die Lederart. Tragen Sie mehrere dünne Lagen nur nach Bedarf auf. Die Probe sollte denselben vorgesehenen Aufbau einschließlich der geeigneten Versiegelung erhalten, denn auch der Glanz beeinflusst den Eindruck.

Trocken und in verschiedenen Winkeln vergleichen

Beurteilen Sie den Farbton erst nach der angegebenen Trocknung. Vergleichen Sie Probe und Umgebung in diffusem Tageslicht sowie unter der üblichen Innenbeleuchtung. Betrachten Sie die Stelle frontal und schräg. Stimmen Helligkeit und Unterton, wirkt der Bereich aber aus einer Richtung heller, prüfen Sie auch Glanz und Struktur, bevor Sie einen anderen Farbton bestellen.

Bei Abweichungen gezielt nachfragen

Notieren Sie Fahrzeugmarke, Farbbezeichnung, betroffene Stelle und das Ergebnis der Probe. Machen Sie ein Übersichtsbild und eine Nahaufnahme ohne Filter. Bei Möbeln ist eine verdeckte, wenig veränderte Vergleichsstelle hilfreich. Ungeprüftes Mischen oder eine dicke Zusatzlage erschwert die Beurteilung. Besprechen Sie eine erkennbare Abweichung vor der großflächigen Anwendung mit dem Anbieter.

Vor der Anwendung Produkteignung prüfen und die jeweilige Anleitung beachten.

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