Metamerie bei Lederfarben: Warum der Farbton im anderen Licht abweicht | Lederlexikon

Metamerie liegt vor, wenn zwei Farbproben unter einer Beleuchtung gleich erscheinen, unter einer anderen jedoch unterschiedlich. Bei einer Lederreparatur kann deshalb eine zunächst passende Probe im Tageslicht oder unter einer anderen Lampe sichtbar abweichen.

Was Metamerie von anderen Farbabweichungen unterscheidet

Für Metamerie braucht es den Vergleich zweier Proben bei wechselnder Beleuchtung. Eine noch nasse Reparaturstelle oder ein glänzenderer Farbauftrag ist nicht automatisch ein metameres Farbpaar. Feuchte, Oberflächenstruktur, Glanz und Blickwinkel können den Eindruck ebenfalls verändern.

Vergleichen Sie deshalb nur vollständig getrocknete Proben unter möglichst gleichen Betrachtungsbedingungen. Wie eine brauchbare Probe entsteht, erklärt Lederfarbe testen.

Was bedeutet das bei der Farbauswahl?

  1. Eine saubere, möglichst wenig veränderte Originalstelle auswählen.
  2. Die vorbereitete Farbprobe vollständig trocknen lassen.
  3. Original und Probe nebeneinander bei Tageslicht und unter der üblichen Innenbeleuchtung betrachten.
  4. Abweichungen beschreiben: heller, dunkler, rötlicher, gelblicher oder nur anders glänzend?

Ein Handyfoto allein eignet sich nicht zur sicheren Diagnose: Kamera und Bildschirm verändern den Eindruck zusätzlich. Bei schwer zu treffenden Nuancen ist die Farbabstimmung nach einem physischen Muster hilfreicher als eine Bildschirmfarbe.

Häufige Fragen

Kann auch Schwarz unterschiedlich wirken?

Ja. Auch bei Lederfarbe Schwarz sollten Farbton und Glanzgrad geprüft werden. Eine gemeinsame Farbbezeichnung ist kein Nachweis gleicher Wirkung in jeder Beleuchtung.

Behebt eine dickere Farbschicht die Abweichung?

Nicht zuverlässig. Zuerst Deckung, Trocknung, Untergrund und Beleuchtung getrennt prüfen. Zusätzlicher Auftrag ohne Diagnose kann die Struktur unnötig verändern.

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